VISZERALE OSTEOPATHIE
Die viszerale Osteopathie beschäftigt sich mit den Organen. Stellen Sie sich vor: Jedes Organ in Ihrem Körper ist in ständiger Bewegung. Das Herz schlägt, die Lungen dehnen sich, der Darm bewegt sich in wellenartigen Bewegungen, die Leber folgt den Bewegungen des Zwerchfells. Wie bei einem Mobile sind alle Organe durch feine Bindegewebshüllen (Faszien) miteinander verbunden und an der Körperwand befestigt, so bleiben sie an ihrem Platz und können sich trotzdem bewegen.
Durch diese Bindegewebsschichten verlaufen wichtige Strukturen: Nervenfasern, Blutgefäße und Lymphbahnen, die das Organ versorgen. In der viszeralen Osteopathie betrachten wir daher nicht nur das Organ selbst, sondern auch sein Bindegewebe-System. Entstehen Spannungen im Bindegewebe oder Verklebungen zwischen den Organhüllen, kann die natürliche Beweglichkeit eingeschränkt werden und damit auch die Organfunktion.
Hier kommt die viszerale Osteopathie ins Spiel: Mit speziellen Untersuchungstechniken tasten geschulte Hände nach Spannungen und Verhärtungen in den Geweben, die mit den Organen in Verbindung stehen. Das Ziel ist es, diese Spannungen zu lösen und die natürliche Funktion zu unterstützen.
Mögliche Beschwerden in diesem Bereich:
Verdauungsbeschwerden:
Atemwegsbeschwerden:
Frauengesundheit:
Schmerzen mit Organbezug:
Die Organmobilität
Bildgebende Verfahren haben bestätigt, was Osteopathen seit über einem Jahrhundert durch ihre Hände wahrnehmen: Organe befinden sich in kontinuierlicher Bewegung. MRT-Studien dokumentieren beispielsweise, dass sich die Nieren bei jedem Atemzug um mehrere Zentimeter verschieben, während die Leber komplexe dreidimensionale Bewegungsmuster zeigt. Diese Organmobilität folgt anatomischen und physiologischen Prinzipien, die durch embryologische Entwicklung, anatomische Verankerungen und Organfunktion geprägt sind. Die viszerale Osteopathie basiert auf der Hypothese, dass Einschränkungen dieser natürlichen Beweglichkeit funktionelle Beschwerden verursachen könnten.
Neurovegetative Regulation: Jedes Organ wird vom autonomen Nervensystem gesteuert. Chronischer Stress kann diese feine Regulation stören und zu funktionellen Beschwerden führen, auch wenn das Organ selbst gesund ist. Ein Beispiel: Bei anhaltendem Stress kann sich der Magen verkrampfen und Sodbrennen verursachen, obwohl keine Entzündung oder andere organischen Schäden vorliegen.
Darm-Hirn-Achse: Unser Darm besitzt ein eigenes Nervensystem mit über 500 Millionen Nervenzellen und steht in direktem Kontakt mit dem Gehirn. 90% unseres "Glückshormons" Serotonin wird hier produziert. Das erklärt, warum Verdauungsprobleme oft mit emotionalen Beschwerden verbunden sind.
Durchblutung und Lymphfluss: Eine eingeschränkte Organbeweglichkeit kann die Durchblutung und den Lymphabfluss beeinträchtigen, was wiederum die Organfunktion beeinflusst. Ähnlich wie ein eingeklemmter Gartenschlauch den Wasserfluss behindert, können Verklebungen oder Verspannungen die "Versorgungsleitungen" der Organe einschränken und so deren optimale Funktion beeinträchtigen.
Studienergebnisse bei spezifischen Beschwerden: Die Forschung zur viszeralen Osteopathie zeigt bei verschiedenen Beschwerden ermutigende Ergebnisse. Besonders gut belegt sind Verbesserungen beim Reizdarmsyndrom, wo Studien eine deutliche Reduktion von Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall zeigten. Diese Verbesserungen hielten sogar ein Jahr nach der Behandlung an (Attali et al., 2013; Florance et al., 2012). Bei Sodbrennen und Reflux konnten die Symptome durch spezielle Techniken am Zwerchfell signifikant gelindert werden (Eguaras et al., 2019). Auch bei Verstopfungen konnte eine Studie deutliche Verbesserungen nach osteopathischer Behandlung verzeichnen (Belvaux et al., 2017; Pasin Neto et al., 2020). Bei Patienten, die sowohl unter Rückenschmerzen als auch Verstopfung litten, führten viszerale Techniken zu weniger Schmerzen und besserer Beweglichkeit, die auch nach drei Monaten noch anhielten (Boas Fernandes et al., 2023).
Frauen mit Brustkrebs berichteten nach osteopathischen Behandlungen über weniger belastende Verdauungsbeschwerden während ihrer Chemotherapie (Lagrange et al., 2019). Auch bei Menstruationsschmerzen ((Plathner, M., & Wolf, L., 2025) und bei PCOS-bedingten Menstruationsproblemen zeigten sich Verbesserungen der Symptome (Yosri et al., 2022).
Die umfangreichste Forschung liegt zur Schwangerschaft vor: Hier konnte in einer großen Studie mit 400 Frauen gezeigt werden, dass osteopathische Behandlungen Rückenschmerzen lindern und die Beweglichkeit während der Schwangerschaft verbessern können (Hensel et al., 2015; Licciardone et al., 2010).
Die Untersuchung beginnt sanft: Verschiedene Bereiche von Bauchraum und Brustkorb werden behutsam abgetastet, um Spannungen und Bewegungseinschränkungen im Gewebe zu erspüren. Dabei wird auch geprüft, wie sich diese auf Muskeln und Gelenke auswirken. Die Untersuchung ist üblicherweise schmerzfrei.
Unterschiedliche Techniken: Je nach Befund kommen verschiedene Behandlungsansätze zum Einsatz:
Was Sie spüren können: Manche Patienten empfinden die Behandlung als sehr entspannend, andere spüren ein leichtes Ziehen oder Druckgefühl. Gelegentlich können sich während der Behandlung Emotionen zeigen. Das ist normal, da unsere Organe eng mit unserem emotionalen Erleben verbunden sind.
Nach der Behandlung: Oft fühlen sich Patienten entspannter, manchmal auch etwas müde. Gelegentlich kann es zu vorübergehenden Reaktionen wie veränderter Verdauung oder verstärktem Harndrang kommen.
Die Grenzen der viszeralen Osteopathie
Kein Ersatz für die Medizin: Bei akuten Erkrankungen wie Blinddarmentzündung, Gallensteinen oder Herzinfarkt ist sofortige ärztliche Hilfe nötig. Die viszerale Osteopathie arbeitet mit funktionellen Störungen, nicht mit organischen Erkrankungen.
Ergänzung zur Schulmedizin: Wir arbeiten Hand in Hand mit Ihren Ärzten. Bei chronischen Erkrankungen kann die viszerale Osteopathie die medizinische Behandlung ergänzen, ersetzt sie aber niemals. Bei anhaltenden oder neuen Beschwerden sollten Sie zunächst Ihren Arzt aufsuchen. Gemeinsam können wir dann schauen, ob eine osteopathische Behandlung für Sie sinnvoll ist.
Grenzen der Tastdiagnostik: Was wir ertasten können, sind Bewegungseinschränkungen und Spannungen. Für die Diagnose von Krankheiten braucht es ärztliche Untersuchungen und oft auch technische Hilfsmittel.
Bitte beachten Sie: Die oben genannten Symptome sind lediglich Beispiele, um den viszeralen Ansatz anschaulich zu erklären. Eine Besserung der Beschwerden kann nicht zugesichert werden.
VISZERALE OSTEOPATHIE
Die viszerale Osteopathie beschäftigt sich mit den Organen. Stellen Sie sich vor: Jedes Organ in Ihrem Körper ist in ständiger Bewegung. Das Herz schlägt, die Lungen dehnen sich, der Darm bewegt sich in wellenartigen Bewegungen, die Leber folgt den Bewegungen des Zwerchfells. Wie bei einem Mobile sind alle Organe durch feine Bindegewebshüllen (Faszien) miteinander verbunden und an der Körperwand befestigt, so bleiben sie an ihrem Platz und können sich trotzdem bewegen.
Durch diese Bindegewebsschichten verlaufen wichtige Strukturen: Nervenfasern, Blutgefäße und Lymphbahnen, die das Organ versorgen. In der viszeralen Osteopathie betrachten wir daher nicht nur das Organ selbst, sondern auch sein Bindegewebe-System. Entstehen Spannungen im Bindegewebe oder Verklebungen zwischen den Organhüllen, kann die natürliche Beweglichkeit eingeschränkt werden und damit auch die Organfunktion.
Hier kommt die viszerale Osteopathie ins Spiel: Mit speziellen Untersuchungstechniken tasten geschulte Hände nach Spannungen und Verhärtungen in den Geweben, die mit den Organen in Verbindung stehen. Das Ziel ist es, diese Spannungen zu lösen und die natürliche Funktion zu unterstützen.
Mögliche Beschwerden in diesem Bereich:
Verdauungsbeschwerden:
Atemwegsbeschwerden:
Frauengesundheit:
Schmerzen mit Organbezug:
Die Organmobilität
Bildgebende Verfahren haben bestätigt, was Osteopathen seit über einem Jahrhundert durch ihre Hände wahrnehmen: Organe befinden sich in kontinuierlicher Bewegung. MRT-Studien dokumentieren beispielsweise, dass sich die Nieren bei jedem Atemzug um mehrere Zentimeter verschieben, während die Leber komplexe dreidimensionale Bewegungsmuster zeigt. Diese Organmobilität folgt anatomischen und physiologischen Prinzipien, die durch embryologische Entwicklung, anatomische Verankerungen und Organfunktion geprägt sind. Die viszerale Osteopathie basiert auf der Hypothese, dass Einschränkungen dieser natürlichen Beweglichkeit funktionelle Beschwerden verursachen könnten.
Neurovegetative Regulation: Jedes Organ wird vom autonomen Nervensystem gesteuert. Chronischer Stress kann diese feine Regulation stören und zu funktionellen Beschwerden führen, auch wenn das Organ selbst gesund ist. Ein Beispiel: Bei anhaltendem Stress kann sich der Magen verkrampfen und Sodbrennen verursachen, obwohl keine Entzündung oder andere organischen Schäden vorliegen.
Darm-Hirn-Achse: Unser Darm besitzt ein eigenes Nervensystem mit über 500 Millionen Nervenzellen und steht in direktem Kontakt mit dem Gehirn. 90% unseres "Glückshormons" Serotonin wird hier produziert. Das erklärt, warum Verdauungsprobleme oft mit emotionalen Beschwerden verbunden sind.
Durchblutung und Lymphfluss: Eine eingeschränkte Organbeweglichkeit kann die Durchblutung und den Lymphabfluss beeinträchtigen, was wiederum die Organfunktion beeinflusst. Ähnlich wie ein eingeklemmter Gartenschlauch den Wasserfluss behindert, können Verklebungen oder Verspannungen die "Versorgungsleitungen" der Organe einschränken und so deren optimale Funktion beeinträchtigen.
Studienergebnisse bei spezifischen Beschwerden: Die Forschung zur viszeralen Osteopathie zeigt bei verschiedenen Beschwerden ermutigende Ergebnisse. Besonders gut belegt sind Verbesserungen beim Reizdarmsyndrom, wo Studien eine deutliche Reduktion von Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall zeigten. Diese Verbesserungen hielten sogar ein Jahr nach der Behandlung an (Attali et al., 2013; Florance et al., 2012). Bei Sodbrennen und Reflux konnten die Symptome durch spezielle Techniken am Zwerchfell signifikant gelindert werden (Eguaras et al., 2019). Auch bei Verstopfungen konnte eine Studie deutliche Verbesserungen nach osteopathischer Behandlung verzeichnen (Belvaux et al., 2017; Pasin Neto et al., 2020). Bei Patienten, die sowohl unter Rückenschmerzen als auch Verstopfung litten, führten viszerale Techniken zu weniger Schmerzen und besserer Beweglichkeit, die auch nach drei Monaten noch anhielten (Boas Fernandes et al., 2023).
Frauen mit Brustkrebs berichteten nach osteopathischen Behandlungen über weniger belastende Verdauungsbeschwerden während ihrer Chemotherapie (Lagrange et al., 2019). Auch bei Menstruationsschmerzen ((Plathner, M., & Wolf, L., 2025) und bei PCOS-bedingten Menstruationsproblemen zeigten sich Verbesserungen der Symptome (Yosri et al., 2022).
Die umfangreichste Forschung liegt zur Schwangerschaft vor: Hier konnte in einer großen Studie mit 400 Frauen gezeigt werden, dass osteopathische Behandlungen Rückenschmerzen lindern und die Beweglichkeit während der Schwangerschaft verbessern können (Hensel et al., 2015; Licciardone et al., 2010).
Die Untersuchung beginnt sanft: Verschiedene Bereiche von Bauchraum und Brustkorb werden behutsam abgetastet, um Spannungen und Bewegungseinschränkungen im Gewebe zu erspüren. Dabei wird auch geprüft, wie sich diese auf Muskeln und Gelenke auswirken. Die Untersuchung ist üblicherweise schmerzfrei.
Unterschiedliche Techniken: Je nach Befund kommen verschiedene Behandlungsansätze zum Einsatz:
Was Sie spüren können: Manche Patienten empfinden die Behandlung als sehr entspannend, andere spüren ein leichtes Ziehen oder Druckgefühl. Gelegentlich können sich während der Behandlung Emotionen zeigen. Das ist normal, da unsere Organe eng mit unserem emotionalen Erleben verbunden sind.
Nach der Behandlung: Oft fühlen sich Patienten entspannter, manchmal auch etwas müde. Gelegentlich kann es zu vorübergehenden Reaktionen wie veränderter Verdauung oder verstärktem Harndrang kommen.
Die Grenzen der viszeralen Osteopathie
Kein Ersatz für die Medizin: Bei akuten Erkrankungen wie Blinddarmentzündung, Gallensteinen oder Herzinfarkt ist sofortige ärztliche Hilfe nötig. Die viszerale Osteopathie arbeitet mit funktionellen Störungen, nicht mit organischen Erkrankungen.
Ergänzung zur Schulmedizin: Wir arbeiten Hand in Hand mit Ihren Ärzten. Bei chronischen Erkrankungen kann die viszerale Osteopathie die medizinische Behandlung ergänzen, ersetzt sie aber niemals. Bei anhaltenden oder neuen Beschwerden sollten Sie zunächst Ihren Arzt aufsuchen. Gemeinsam können wir dann schauen, ob eine osteopathische Behandlung für Sie sinnvoll ist.
Grenzen der Tastdiagnostik: Was wir ertasten können, sind Bewegungseinschränkungen und Spannungen. Für die Diagnose von Krankheiten braucht es ärztliche Untersuchungen und oft auch technische Hilfsmittel.
Bitte beachten Sie: Die oben genannten Symptome sind lediglich Beispiele, um den viszeralen Ansatz anschaulich zu erklären. Eine Besserung der Beschwerden kann nicht zugesichert werden.
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